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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden / Ortschaften die zur Pfarrei Mariä Heimsuchung in Rheinzabern gehören.

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Sonntag, 15. Dezember 2019

Bronze für St. Bartholomäus

Bronzeplakette Pfr. R. Hund, H. Magin, R. Cheret (Kuratorin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Pfr. M. Richtscheid, Ortsbürgermeister R. Bellaire

Vor einem guten Jahr stellte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD)  im vergangenen Jahr dank der Lotterie GlücksSpirale für die statische Sicherung und die Mauerwerkssanierung der St. Bartholomäuskirche in Neupotz im Landkreis Germersheim 40.000 Euro zur Verfügung.

Bei der Überbringung des Fördervertrags im Juli 2019 war die Kirche eine Riesenbaustelle. Bei dem Ortstermin im Dezember 2019 überbrachte Roswitha Chéret, Ortskuratorin Zweibrücken der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD),  an Pfarrer Roland Hund eine Bronzeplakette mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutzmit Hilfe der GlücksSpirale“. Die Plakette soll nach Abschluss gelungener Restaurierungsmaßnahmen die Unterstützung der privaten Förderer der DSD und der Rentenlotterie von Lotto in Erinnerung halten und zu weiterem Engagement ermuntern und ist auch Anerkennung für die gelungene Sanierung.

Die Bartholomäuskirche im Zentrum von Neupotz wurde zwischen 1838 und 1840 nach Plänen des Münchner Architekten August von Voith am Ort eines zu klein gewordenen Vorgängerbaus errichtet. In der neoromanischen Saalkirche mit Rundapsis und eingebautem Westturm hat sich im Inneren die Ausstattung der Erbauungszeit weitgehend erhalten.

Vor zehn Jahren wurde bereits eine Fassadensanierung durchgeführt. Zuletzt wollte die Gemeinde auch das Innere instandsetzen und in diesem Zusammenhang aufgetretene Mauerwerksrisse schließen und Putzschäden beheben.

St. Bartholomäus in Neupotz ist ein qualitätvolles Baudenkmal von überregionaler Bedeutung und gehört zu den über 170 Objekten, die die Denkmalschutzstiftung dank privater Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Rheinland-Pfalz fördern konnte.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) besteht seit 1985. In diesen 34 Jahren wurden über 5000 Objekte mit einer Summe von nahezu  600 Mio € gefördert. Das bedeutet, dass Jahr für Jahr zwischen 15 und 20 Mio € für die Erhaltung deutscher Denkmäler ausgeben. Das können Schlösser, Privathäuser, aber auch Gärten und Industriedenkmäler sein. Der Schwerpunkt unserer Unterstützung liegt aber eindeutig bei den Kirchen, denen wir den Hauptteil der Fördergelder widmen.

Gotteshäuser bedürfen nun einmal der ständigen Pflege und da die Pfarrgemeinden selten in der Lage sind, die Kosten aus eigenen Mitteln zu schultern, ist eine solche Förderung – ich sage es in aller Bescheidenheit – oft ein wahrer Glücksfall. Die Fördergelder stammen zu 60 % von der Lotterie Glücksspirale. Das bedeutet: wer ein Los der GlücksSpirale kauft, trägt gleichzeitig zum Denkmalschutz bei.

Die anderen 40 % der Mittel stammen von rund 200 000 privaten Förderern. Das ist viel, aber in Anbetracht von 82 Mio Einwohnern doch auch wenig. Der Bekanntheitsgrad ist also auf jeden Fall steigerungsfähig.

Wie sonst sollen wir weiterhin die deutsche Denkmallandschaft unterstützen können?

Die Stiftung engagiert sich durch eine Denkmalakademie, in der Wissenswertes in Theorie und Praxis rund um den Denkmalschutz vermittelt wird.

14 Jugendbauhütten wurden gegründet, die den Rahmen für ein „Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege“ bieten. Hier können junge Frauen und Männer im Alter von 16 bis 26 Jahren in Handwerks- und Baubetrieben, bei Architektur- und Planungsbüros oder Denkmalbehörden mitarbeiten. Die jungen Leute werden in dieser Zeit nicht nur bildungsorientiert betreut, sondern erhalten auch ein Taschengeld.

Im September wurde – wie jedes Jahr - bundesweit der Tag des offenen Denkmals begangen, dessen Gründer und Initiator ebenfalls die Stiftung ist. Gut 4 Millionen Besucher konnten sich dieses Jahr in rund 8000 Denkmälern davon überzeugen, dass der Denkmalschutz nötig ist.

Und schließlich wird im Monument-Verlag, das bundesweit einzige Magazin für Denkmalkultur verlegt, und dies in der beachtlichen Zahl von 200 000 Exemplaren, denn jeder Spender erhält gratis 6mal im Jahr ein Exemplar.

Seit dem Bestehen wurden in Rheinland-Pfalz über 170 Objekte gefördert. Allein im vergangenen Jahr engagierten wir uns für 19 Projekte, davon fielen 10 auf die Pfalz, nämlich u. a. auf

die Stiftskirche in KL,den Alten Friedhof in Pirmasens, das Teehaus in Ruppertsberg, die Kolmerbergkapelle in Dörrenbach.

Unlängst wurde auch die Sanierung des Vierungsturmes des Speyerer Doms gefördert.

Solche Denkmäler sind nun einmal Stein gewordene Zeugnisse unserer Geschichte. Sie zu erhalten, betrachten wir als unsere Aufgabe, deshalb das Motto der Stiftung: Damit Vergangenheit Zukunft hat.

Die Bronzeplakette, die an Herrn Pfarrer Hund überreicht wurde, soll an die Förderer, die das ermöglicht haben, erinnern und gleichzeitig zum weiteren Engagement ermuntern.

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