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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden / Ortschaften die zur Pfarrei Mariä Heimsuchung in Rheinzabern gehören.

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Kirche Rheinzabern 2016

St. Wendelin Hatzenbühl

Kirche in Hatzenbühl
Kirche St. Wendelin Hatzenbühl

Die Pfarrei Hatzenbühl entstand frühestens Ende des 13. Jahrhunderts durch die Abtrennung von Herxheim. An Stelle der mittelalterlichen Kirche errichtete die Gemeinde 1755-1758 einen Neubau, in den der gotische Turm integriert wurde. 1929-1930 wurde die heutige Kirche nach den Plänen des Architekten Hans Seeberger, Kaiserslautern, an Stelle der Barockkirche neu gebaut, der alte Chor blieb erhalten und dient als Seitenkapelle.

In den Kirchenneubau übernommen wurden zahlreiche Einrichtungsgegenstände aus der Zeit um 1760: der Hochaltar, zwei Nebenaltäre, Beichtstühle, die Kanzel, der Taufstein, Kirchenstühle, Skulpturen und die Sakristeieinrichtung. Aus dem 17. und 18. Jahrhundert hatten sich bis 1937 (Denkmälerverzeichnis) auch eine Monstranz, ein Ziborium und ein Kelch erhalten.
Bei der Inventaraufnahme 2015 nicht mehr aufgefunden wurde das silberne, teilvergoldete Ziborium von 1727 "mit getriebenem Laub-, Band- und Gitterwerk des frühen Rokoko." Es hatte eine Inschrift am Fuß: "EX PIA EPISCOPALI SPIRENSI PAUPERUM ECCLESTARUM CASSA ANNO MDCCXXVII" und wies das Augsburger Beschauzeichen und die Meistermarke "FAB" (Franz Anton Betle) auf. Dieses "altbarocke" Ziborium und ein alter Messkelch wurden 1949 an das Caritasheim in Bergzabern verschenkt.

Die Orgel

1934 ersetzte der Speyerer Orgelbaumeister Franz Kämmerer die alte Orgel von 1775, das Gehäuse entwarf Architekt Seeberger.

Kreuzweg und Altarbilder

Auch der alte Kreuzweg, der aus "wertlosen Öldrucken" bestand, wurde 1938 erneuert von der "akademischen Kunstmalerin Schwester Fidelis Stadtmüller O.P. aus dem Dominikanerinnenkloster Sankt Magdalena in Speyer". Als Vorlagen dienten Gemälde des Münchner Malers Augustin Pacher (gest. 1927), die in der bischöflichen Hauskapelle in München hingen. Die Künstlerin schuf auch die neuen Altarbilder. Das alte Altarbild des Hochaltars von 1758, das heute im Kirchenschiff hängt, zeigt das Gnadenbild des Speyerer Domes.

Die Seitenkapelle

1931 wurde in der Seitenkapelle, dem alten Chor, das Kriegerehrenmal anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Krieger- und Soldatenvereins eingeweiht. Dazu wurde der Epitaph von 1924 aus der alten Kirche mit den Namen der Gefallenen und Vermissten des 1. Weltkrieges übernommen und durch eine Skulptur der Mater dolorosa (Pietà) ergänzt. Der Altar ist dem hl. Erzengel Michael geweiht.
Im zweiten Weltkrieg wurden die Glasmalereien der Kirche zerstört, 1950 entwarf derselbe Künstler die neuen Verglasungen. Zelebrationsaltar und Lesepulte sind Neuanfertigungen im alten Stil.

 

Literatur:
Die Kunstdenkmäler von Bayern, Regierungsbezirk Pfalz, Hrsg. Landesamt für Denkmalpflege, Georg Lill; Die Kunstdenkmäler der Pfalz, V., Bezirksamt Germersheim, bearbeitet von Anton Eckardt und A. Frh. v. Reitzenstein, München 1937.
Ohmer, Peter Josef, Hatzenbühl und seine drei Kirchen im Licht und Schatten der Geschichte, Landau-Queichheim 1949.
Sommer, Anke Elisabeth, Glasmalereien im Bistum Speyer, Leuchtende Zeugen christlichen Glaubens von der Romanik bis heute, Regensburg 2013.

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