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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden / Ortschaften die zur Pfarrei Mariä Heimsuchung in Rheinzabern gehören.

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Kirche Rheinzabern 2016

Die Geschichte der Pfarrkirche St. Michael

Die Anfänge einer Pfarrei sind in Rheinzabern auf das Jahr 880 zu datieren. Die Pfarrkirche als solche ist hingegen wesentlich jünger. Bedingt durch Kriegseinwirkungen anfangs des 18. Jahrhunderts war ein Neubau der Pfarrkirche nötig, der 1777 seinen Abschluss fand und ungefähr doppelt so groß sein dürfte wie der Vorgängerbau. Während der Wirren der französischen Revolution wurde die komplette Inneneinrichtung des Gebäudes zerstört.

Im Jahre 1937 erhielten die klassizistischen Seitenaltäre (Marienaltar und Michaelsaltar) ihre Weihe und passen stilistisch zur klassizistischen Kanzel. Die jetzige Holzkassettendecke wurde 1937 durch ortsansässige Schreiner eingebaut. Der eichene Taufstein wurde 1944 in die Kirche eingebracht.

In den Jahren 1964-68 wurden erneut Renovierungsarbeiten in der Kirche verrichtet und der Innenraum den Liturgischen Vorgaben des II. Vatikanischen Konzils angepasst. Aus dieser Zeit stammen der Hauptaltar (aus Travertin-Marmor), der Ambo und die Altarinsel für Priester und Ministranten. Ein weiterer klassizistischer Altar wurde beschafft für die Figur des Namenspatrons der Kirche, des Erzengel Michael, der bereits 400 Jahre Namensgeber der Kirche ist. Der Tabernakel wurde in den rechten Seitenaltar, den Sakramentsaltar, integriert.

Nach 40 Jahren war innerhalb der Jahre 2005 bis 2006 eine erneute Renovierung des Kirchenraums angezeigt. Die Grundaussage des vorliegenden Konzeptes war die Bildung einer Einheit von Wand- und Deckenfläche mit den neuen Fenstern. Die Holzkassettendecke ist farblich gefasst und mit hellem Anstrich versehen, wobei der Übergang von Wand- zu Deckenfläche fließend verläuft. Die Kassettenfelder sind in gold ausgemalten Kreuzungspunkten und in rot bemalten Ornamenten in Knospenform strukturiert. Durch die feinen Gliederungen und farblichen Akzente erfährt die Decke eine vornehme Note.

Einen Blickfang stellt die Chorrückwand (einschl. Herz-Jesu-Fenster) mit dem Altar des Erzengels Michaels dar. Die blaue Farbe mit den goldenen Rauten symbolisieren den Himmel, wobei sich durch die Anordnung der Rauten stets Kreuze zeigen. Der hellere Blauton reicht bis zum Fuß der Engelsfigur. Es stellt so den steten neuen Kampf zwischen gut und böse dar, den wir tagtäglich zu bestehen haben, bei dem uns der Erzengel Michael zur Seite steht. Denn der letzte Sieg ist bereits errungen: Michael fasst das Böse siegreich unter seinem Fuß. Die drei roten Bänder, die den Chorraum umfangen, erinnern an unsere Lebenslinie, die dereinst im himmlischen Bereich ihre Vollendung finden darf – in der ewigen Anschauung Gottes.

Das Langhaus der Kirche misst 28m, die Breite 15,35m, die Höhe 9,40m.  Der Chorraum hat die Länge von 11,35m, die Breite von 10,60m, die Höhe von 9 m.

Der Abschluss der Innenrenovierung wurde bei einem Festgottesdienst am 9. Juli 2006 mit Generalvikar, Domkapitular Peter Schappert und Pfarrer Rubeck gefeiert. Der Umfang der Innenrenovierung wurde in einer Festschrift vom 9. Juli 2006 dokumentiert.

Die Orgel

Orgelprospekt der Pfarrkirche St. Michael

Die jetzige Orgel wurde von der Orgelbauwerkstätte Scherpf, Speyer, 1974 gebaut. Das historische Gehäuse wird Johann Stiehr, Seltz, 1787 zugeschrieben. Zwischen 1882 und 1974 enthielt das Gehäuse ein Orgelwerk von Walcker, noch unter Verwendung von Stiehrs Registern. In der heutigen Orgel befinden sich allerdings augenscheinlich nur Register des 20. Jahrhunderts. Da die Prospektpfeifen sich allerdings hörbar von den Innenpfeifen unterscheiden, dürften sie noch von Walcker her stammen. Das Werk hat 23 klingende Register (1468 Pfeifen) auf 2 Manualen und Pedal. Der Bauzeit entsprechend repräsentiert die Orgel klanglich eine neo-barocke Stilrichtung.

Im Nachgang der Innenrenovierung (2005-2006) wurde auch die Orgel (2007) durch die Orgelbaufirma Mühleisen, Leonberg, ausgereinigt und überholt. Im Verlaufe der Sanierungsarbeiten wurden auch Möglichkeiten zur klanglichen Verbesserung des Werkes umgesetzt. So steht ein nunmehr wieder voll funktionierendes Instrument zur Verfügung, das durch seine neu gewonnen Klangfülle die Gottesdienste in der Gemeinde zu bereichern vermag.

Der Abschluss der Sanierung und Ausreinigung der Orgel wurde bei einem Festgottesdienst am 7. Juli 2007 gefeiert. Die Festschrift zum Abschluss der Arbeiten vom 7. Juli 2007 gibt Aufschluss über die durchgeführten Arbeiten.

 

 

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